Thema Handy´s und I-Phones in der Schule….

Zum Thema Handy’s und I-Phones in der Schule: Alternative zum Verbieten.
Man kann mit etwas Phatasie mit der Zeit gehen und die moderne
Kommunikationstechnik sinnvoll nutzen und spannend in den Unterricht
einbauen!
Quelle: Wiener Zeitung

Aus Europas Klassen werden Smartphones und Tablet-PCs verbannt, Nordamerika geht
genau den umgekehrten Weg

Auf dem Weg zur Schule 2.0

Von WZ-Korrespondent Roman Goergen

  • Handys und iPads statt Bücher – die USA und Kanada
    proben den Digitalunterricht.

 

Toronto.

Lernen mit “starker emotionaler Anbindung”:
US-Pädagogen sehen vor allem im hohen Stellenwert, den die digitalen Geräte bei
den Schülern genießen, einen Vorteil für den Unterricht.© Jim Mone/AP/dapd Lernen mit “starker
emotionaler Anbindung”: US-Pädagogen sehen vor allem im hohen Stellenwert,
den die digitalen Geräte bei den Schülern genießen, einen Vorteil für den
Unterricht.© Jim Mone/AP/dapd

 

Für die 11. Klasse einer Oberstufenschule im kanadischen Toronto geht es
zum Biologie-Unterricht in den Regenwald von Borneo. In Lebensgröße und aus
nächster Nähe beobachten die Jugendlichen Tierarten wie Nasenaffen oder
Nebelparder. Ihre Beobachtungen notieren sie auf mitgebrachten
Tablet-Computern. Dafür mussten sie nicht einmal Kanada verlassen. Sie sind
Teilnehmer an einem Pilotprojekt des Erziehungswissenschaftlichen Instituts der
Universität von Toronto (OISE), das es sich zur Aufgabe gemacht hat,
“smart classrooms”, zu Deutsch schlaue Klassenzimmer, zu entwickeln.

An drei Wände des
Klassenzimmers werden die Dschungelszenen aus Borneo projiziert. Am Kopfende
des Raums erscheinen die auf den Tablets notierten Beobachtungen der Schüler
auf zwei interaktiven Tafeln. Dort können Daten und Notizen mit Handgesten an
der Wand bewegt werden – ein idealer Ansatzpunkt für den Lehrer, um mit seiner
virtuellen Expedition die Ereignisse des Tages zu diskutieren. “Wir
versuchen, die Jugendlichen, aber auch die Lehrer dazu zu bewegen, Lernen als
etwas anzusehen, das in der Gruppe stattfindet”, erklärt Projektleiter Jim
Slotta.

So soll die
Zukunft an den digitalisierten Schulen aussehen: Jeder Ort kann zum
Klassenzimmer werden und das Klassenzimmer kann zu jedem Ort kommen. Auch wenn
es noch Jahre dauern dürfte, ehe der vom OISE entwickelte Raum zum Alltag an
kanadischen Schulen wird, so sind die Forscher dennoch sicher, dass dies nur
eine Frage der Zeit ist. Die Technologie entwickelt sich mit rasender
Geschwindigkeit und findet dank fallender Preise immer schneller Zugang in die
Haushalte der Normalbürger. “Wir schlagen hier nur den Weg für diese
Entwicklung frei, da wir wissen, dass diese Geräte ständig erschwinglicher
werden”, sagt OISE-Mitarbeiter Mike Tissenbaum.

Jeder Zweite hat eines

Am besten ist diese Entwicklung in Nordamerika bei den Smartphones zu
beobachten. Laut einer Umfrage der NGO “Project Tomorrow” besaßen
Ende 2010 die Hälfte aller Schüler in den Mittel-und Oberstufen amerikanischer
Schulen ein intelligentes Telefon, ein 47-prozentiger Anstieg gegenüber 2009.
Solche Zahlen konnten die Schulverwaltungen in den USA und Kanada nicht mehr
ignorieren. Während man dort jahrelang die elektronischen Wegbegleiter aus den
Klassenzimmern verbannte, findet nun ein Umdenken statt. So lässt die
Verwaltungsinstanz der öffentlichen Schulen in Toronto seit September persönliche
elektronische Geräte in Klassenzimmern zu.

 

Wiener Zeitung 2012-02-04

“Schulmief” als Leistungsbremse

Ärztekammer warnt

“Schulmief” als Leistungsbremse

Die Folgen schlecht belüfteter Klassenzimmer: Kopfschmerzen, Müdigkeit und verringerte Leistungsfähigkeit – Foto: Frank Rumpenhorst

ie Folgen schlecht belüfteter Klassenzimmer: Kopfschmerzen, Müdigkeit und verringerte Leistungsfähigkeit

Auch Ansteckungsgefahr steigt gravierend – Lüftungsanlagen können Abhilfe schaffen

Die Folgen schlecht belüfteter Klassenzimmer: Kopfschmerzen, Müdigkeit und verringerte Leistungsfähigkeit

Wien – Das Umweltreferat der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) warnt in einer Aussendung vor den negativen Auswirkungen von “Schulmief”. Schüler würden in schlecht belüfteten Klassenzimmern “förmlich ersticken”. Die Folge: Kopfschmerzen, Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und gleichzeitig höhere Ansteckungsgefahr etwa in Grippezeiten. Gefordert wird daher der Einbau von Innenraumlüftungen in allen Klassen.

Die Kammer ortet gar einen Zusammenhang zwischen der Luftqualität an Schulen und dem Abschneiden der Kinder und Jugendlichen bei internationalen Leistungsvergleichsstudien: “Die beim PISA-Test so erfolgreichen skandinavischen Schüler lernen in der Regel in mechanisch belüfteten Klassen, während unsere Jugend buchstäblich im eigenen Dampf sitzt”, so ÖAK-Umweltmediziner Heinz Fuchsig. Von Komfortlüftungsanlagen in allen Klassen erwartet sich die ÖAK Leistungsgewinne im zweistelligen Prozentbereich.

Hygienische Grenzwerte

Die Mischung aus unterschiedlichen flüchtigen Stoffen wie etwa CO2 und Geruchssubstanzen im “Schulmief” sei zwar nicht gesundheitsschädlich, aber ein Marker für die Qualität der Innenraumluft. Studien des Umweltministeriums hätten gezeigt, dass in etwa der Hälfte der österreichischen Klassen die hygienischen Grenzwerte überschritten werden. Lüften würde nur reichen, wenn in jeder Pause und einmal pro Stunde die Fenster ganz geöffnet würden, wie Messungen der Ärztekammer Tirol zeigen. Das sei aber in einem Schulbetrieb kaum möglich oder sogar verboten, so Fuchsig. Zudem würden moderne Lüftungsgeräte 90 Prozent der Wärmeverluste verhindern und Außenlärm zurückhalten. Deren sehr leises Rauschen würde bei Schularbeiten sogar die Konzentrationsfähigkeit steigern. (APA)

Quelle: derstandart.at